Die friesische Küche ist deftig, süß und voller Geschichte. Vieles entstand aus der Seefahrertradition, manches aus der Armut vergangener Zeiten. Heute sind diese Spezialitäten kulinarische Highlights.
Friesentee
Die friesische Teezeremonie ist ein Muss:
- Kluntje: Großer Kandiszucker im Tee (knistert!)
- Sahne: Wird vorsichtig eingegossen (Wölkchen)
- Nicht umrühren: Man trinkt durch die Schichten
- Drei Tassen: Mindestens, sonst unhöflich
Am besten in den Teestuben von Keitum probieren.
Friesentorte
Das süße Highlight: Blätterteig mit Pflaumenmus und Sahne. Klingt einfach, schmeckt himmlisch. In jedem guten Café erhältlich.
Pharisäer
Kaffee mit Rum und Sahnehaube - ein nordfriesisches Original mit Geschichte: Angeblich erfunden, um den Pfarrer zu täuschen (die Sahne verbirgt den Rum). Heute ein beliebtes Getränk.
Deftige Gerichte
- Grünkohl mit Pinkel: Winterklassiker
- Labskaus: Kartoffel-Fleisch-Püree mit Spiegelei und Rollmops
- Schwarzsauer: Traditionelles Gericht mit Blut (nur für Mutige)
Fisch
Natürlich gehört Fisch zur friesischen Küche:
- Fischbrötchen
- Räucherfisch
- Krabbengerichte
- Sylter Austern
Wo probieren?
- Teestuben in Keitum: Friesentee und Friesentorte
- Traditionelle Restaurants: Deftige Hausmannskost
- Cafés: Süße Spezialitäten
Tipp: Keitum
Keitum ist der beste Ort für friesische Traditionen. Die alten Teestuben servieren seit Generationen echten Friesentee mit Zeremonie.